Entscheidungen entstehen sowieso.
Die Frage ist nur, wer sie trifft.
Als ich schwanger war, habe ich genau das gemacht, was viele Frauen tun: Ich habe gelesen, Podcasts gehört und mit anderen Mamas gesprochen. Und ich war überzeugt, gut vorbereitet zu sein. Ich hatte viel Erfahrung mit Kindern, durch meine Arbeit und durch ehrenamtliches Engagement. Heute weiß ich, dass mit Kindern zu arbeiten und ein eigenes Kind zu haben zwei sehr unterschiedliche Dinge sind.
Als ich merkte, dass Vorbereitung allein nicht reicht
Also habe ich weiter recherchiert, weiter gelesen und weiter Gespräche geführt. Und trotzdem hatte ich lange nicht das Gefühl, wirklich Orientierung zu haben.
Mein Leben war nicht schlecht. Ganz im Gegenteil. Ich bin in meiner Rolle als Mama sehr aufgegangen. Aber irgendwann kam eine Phase, in der mehrere Dinge gleichzeitig zusammenkamen: Corona, die Arbeitslosigkeit meines Mannes, der bis dahin der Alleinverdiener unserer Familie war, und die Frage, ob unsere Beziehung überhaupt weitergeht. Viele Sicherheiten, auf die ich mich verlassen hatte, standen plötzlich nicht mehr fest.
In dieser Zeit war ich sehr im Funktionsmodus. Ich habe gemacht, was nötig war, damit unser Alltag weiterläuft und unsere Familie stabil bleibt. Gleichzeitig war mir eine Sache klar: Ich wollte nicht einfach irgendetwas machen. Ich weiß, dass ich immer einen Weg finden würde, Geld zu verdienen. Da bin ich mir auch nicht zu schade. Aber so wollte ich meine Zeit nicht verbringen. Wenn ich arbeite, dann mit etwas, das für mich Sinn ergibt, mir Freude macht und zu dem passt, was mir wirklich wichtig ist.
Die Frage, die daraus entstanden ist
Diese Zeit hat mich gezwungen, mich intensiver mit einer Frage zu beschäftigen: Was ist mir eigentlich wirklich wichtig? Nicht nur als Mama, sondern als Mensch.
Ich habe begonnen, mich intensiver mit Persönlichkeitsentwicklung und Coaching zu beschäftigen, habe Ausbildungen gemacht, viel gelesen und viele Gespräche geführt. Dabei habe ich etwas verstanden, das heute zentral für meine Arbeit ist: Alleine sehen wir immer nur unseren eigenen Blickwinkel. Wenn ein anderer Mensch mit auf unsere Gedanken schaut, entsteht plötzlich ein anderes Bild. Neue Perspektiven werden sichtbar, Zusammenhänge werden klarer. Vor allem stellen andere Menschen Fragen, manchmal auch unbequeme, die wir uns selbst gar nicht stellen würden und die uns genau deshalb weiterbringen.
Ich bin mir sicher, dass ich heute nicht an dem Punkt stehen würde, an dem ich jetzt bin, wenn ich alles alleine hätte durchdenken müssen. Ich hatte Menschen an meiner Seite, die mit mir auf meine Gedanken geschaut haben. Und dafür bin ich bis heute sehr dankbar.
Was sich dadurch verändert hat
Mein Leben ist dadurch nicht perfekt geworden. Aber etwas hat sich grundlegend verändert. Ich weiß heute, auf welcher Grundlage ich Entscheidungen treffe. Ich weiß, welche Mama ich für meine Kinder sein möchte, wie ich arbeiten möchte und wie wertvoll die Zeit ist, die wir mit unseren Kindern haben. Gerade weil sie so schnell vergeht.
Warum ich vom FamilienNavi spreche
Der Name ist in gewisser Weise paradox.
Ich selbst reagiere ziemlich allergisch auf Navigationsgeräte, die mit mir sprechen. Diese Stimmen, die einem sagen, was man jetzt tun soll und einen mehrfach auf Dinge hinweisen, die längst klar sind.
Und trotzdem läuft bei mir beim Autofahren oft ein Navi einfach leise mit.
Nicht, weil ich ständig Anweisungen brauche. Sondern weil es mir Sicherheit gibt.
Wenn ich mir plötzlich unsicher bin, wenn eine Baustelle auftaucht oder eine Straße gesperrt ist, kann ich kurz darauf schauen und sehe: Es gibt noch andere Wege zum Ziel.
Genau so verstehe ich auch meine Arbeit. Ich sage dir nicht, wo du langfahren sollst.
Aber ich helfe dir, deine eigene Orientierung zu entwickeln, damit du auch dann ruhig entscheiden kannst, wenn unterwegs etwas anders läuft als geplant.
Warum es heute das FamilienNavi gibt
Viele Erkenntnisse entstehen erst mit der Zeit, mit Erfahrungen, mit Gesprächen und mit neuen Perspektiven. Für die ersten Jahre mit meinen eigenen Kindern kommt dieses Wissen natürlich zu spät. Aber für alle weiteren Jahre nicht.
Und genau deshalb gibt es heute das FamilienNavi. Ich möchte werdenden Erst-Mamas etwas mitgeben, das ich selbst erst später wirklich verstanden habe: eine Orientierung, auf deren Grundlage sie ihre eigenen Entscheidungen treffen können. Nicht, damit alles sofort leicht wird, sondern damit Entscheidungen bewusst entstehen und nicht einfach aus dem Moment heraus.
Denn die Zeit mit unseren Kindern ist einmalig. Und sie kommt nicht zurück.
Was mir in der Zusammenarbeit wichtig ist
Im FamilienNavi geht es nicht darum, dass du sofort auf alles eine perfekte Antwort hast.
Gedanken dürfen auch unfertig sein.
Manchmal sind sie widersprüchlich, oder auch peinlich und schambehaftet. Es sind Dinge, die man sich selbst kaum eingesteht oder nicht laut ausspricht, weil man Angst hat, was andere darüber denken könnten.
Auch ich kenne solche Gedanken.
Ich höre dir nicht zu, um dich zu bewerten. Ich möchte verstehen, wie du denkst und gemeinsam mit dir herausfinden, welcher Weg wirklich zu dir passt.
Dafür braucht es eine ehrliche Vertrauensbasis.
Und es braucht die Bereitschaft, sich wirklich mit den eigenen Gedanken auseinanderzusetzen.
Natürlich könnten wir unsere Gespräche auch damit verbringen zu jammern oder darüber zu sprechen, warum alles schwierig ist.
Aber ganz ehrlich: Dafür ist mir meine Zeit zu schade.
Mir ist wichtig, dass du ehrlich mit dir selbst bist, genauer hinschaust und dass du deine eigenen Antworten entwickelst.
Denn genau daraus entsteht die Orientierung, auf deren Grundlage du deine Entscheidungen als Mama triffst.

